"Annabeth" war auch einst mal ein "Sturmvogel" aus der Seifert Segelschiffserie.
Mag sein, dass sie für den einen oder anderen hoffnungslos übertakelt ist. Ist sie auch, doch wenn zu viel Wind ist, kommt erstmal das Topsegel runter. Und wenn es immer noch nicht reicht, weg mit dem Flieger. Wie im richtigen Leben. Dann sieht sie allerdings sehr gerupft aus. So zwei bis drei Windstärken sind dann schon noch drin.
Ihre erste Fahrt machte "Annabeth" auf einem Minisail Treffen in Holland. Alles schlief noch morgens um etwa 7 Uhr. Ich nahm das Schiff und die Fernsteuerung und ging zum See. Steuerung und Schiff eingeschaltet und dann hinein ins Wasser. Das Schiff natürlich. Nur ein Hauch von Wind streifte über das Wasser und "Annabeth" segelte wie von einer unsichtbaren Schnurr gezogen, leise vom Steg weg. Ich öffnete das Großsegel etwas und "Annabeth" korrigierte ihren Kurs, obwohl ich nichts am Ruder gestellt hatte. Dann verstellte ich die Vorsegel und wieder korrigierte sie ihren Kurs. Und dann kam die Frage auf, ob das Ruder doch nicht zu klein geworden ist. Glück gehabt. Ein kleiner Steuerbefehl nach beiden Seiten reichte mir.
Ein guter Trimm ist eben alles. Und alles nur so nach Gefühl. Annabeth segelt einfach nur super.
Und einige Wochen später kam mir die Idee, beide Schiffe, also Catalina und Annabeth gemeinsam fahren zu lassen. Über einen Sender. Jedes Schiff braucht nur drei Kanäle von den verfügbaren 8. Also Ruder, Großsegelwinde und ein Verstellservo für die Vorsegel. Klappt wunderbar und macht richtig Spaß. Man muss beide nur im Auge behalten. Auf jeden Fall Annabeth, den sie ist um einiges schneller als Catalina.
Annabeth
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