Die Geschichte meiner Antares hört sich sicherlich auch etwas seltsam an, doch es ist, wie es ist.
 Irgendwie habe ich eines Tages so ein kleines Faltblatt in den Händen bekommen, wo genau die Art Schiffe zu sehen waren, die mich doch sehr interessierten.
 Wie unter anderem der Baukasten der Antares. Mein Interesse war so groß, dass ich gleich zum Telefon griff und mir so einen Baukasten, kpl. bestellte, also mit Bildermappe und zwei Segelwinden. Man gönnt sich ja sonst nichts.
 Schnell war der riesige Baukasten bei mir eingetroffen, so das gleich mit dem Bau der Antares begonnen werden konnte. Schwierigkeiten beim Bau? Nein, die gab es wirklich nicht. Es war alles bestens bebildert und beschrieben. Als das Schiffchen soweit im Rohbau fertig war, nahm ich es mit zur Werkstatt, wo man sich damals zweimal die Woche traf, zum gemeinsamen Basteln. Das Blei sollte nun ins Schiff und das wollte ich nicht auch noch in der Wohnung machen. Hat doch gut gestunken und außerdem hatte man in der Werkstatt ein schön großes Wasserbecken zum Austrimmen, das aber als Kühlbecken herhalten musste. In kleineren Etappen wurde das Blei geschmolzen und in die Flosse gegossen. War nicht so einfach, wie es sich anhört, bzw. liest, den das Einfüllloch im Deck, also der abnehmbare Aufbau ist gerade mal ca.60 X 100mm, groß.
 Das Wasser hat gut gekühlt und es ist nichts passiert an der Flosse.
 Eine Woche später stand der Mast und die Segel waren auch schnell genäht. Die Innereien, also Ruderservo, Segelwinden und Empfänger noch rein und fertig. Eben nicht. Alles, was fehlte, war ein vernünftiger Anstrich. Wie das so ist im Leben, jeder wollte, helfen und was ist daraus geworden? Nichts!
 Seit jener Zeit stand meine Antares nur so herum. Dann Jahre später nahm ich mich des Schiffchen nochmal an und nähte einen kompletten neuen Satz Segel, weil die alten doch nichts mehr waren. Mir waren die Segel einfach zu Weiß. Nun sind sie aus Nesselstoff und passen einfach farblich besser.
 Ein Termin zu ersten Fahrt stand auch schon fest. Mit oder ohne Farbe. Am 05.06.2009 war es soweit.
 Ich zufrieden? Oh ja, das bin ich. Es ist nur schade, dass so viel Zeit verstreichen musste, um dieses Segelerlebnis in Form weniger Bilder fest halten zu können.
 Nun müssen noch so einige Dinge verbessert werden und etwas Farbe ans Schiff und dann geht es sicher öfter zum Segeln, mit der Antares.
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Antares