Alles fing damit an, als es wiedermal an der Zeit war im Internet umher zu stöbern. Mal sehen was es so neues gibt. Ein paar Klicks hier und ein paar Klicks dort und schon ist man wieder bei einem dieser Auktionshäuser und wenn man schonmal da ist, kann man auch mal sehen, ob noch etwas brauchbares dabei ist. Eigentlich wollte ich die Seite verlassen, doch dann sah ich dieses Schiffchen. Sicherlich eines aus der Seifert Serie, welches ich überhaupt nicht kannte.
Ich setzte es ertmal unter Beobachtung. Ja, ich hätte es schon gerne gehabt, doch sicherlich geht es für teures Geld weg.
Dachte ich.
Für sehr günstiges Geld, ging es doch einige Tage später, an mich. Es war im übrigen falsch eingestellt worden, also dort zu finden, wo man es nicht vermuten würde. Glück gehabt.
Als das Schiffchen endlich bei mir war, musste ich erstmal feststellen, in welch gutem Zustand es doch war, trotz des Alters.
Ich hatte es nunmal nur auf den Rumpf abgesehen, also musste alles andere weichen.
Die alte Farbe mal eben abschleifen war auch nicht ohne. Hat mich schon einige Stunden beschäftigt.
Ein neues Ruderblatt mit Gegenlager wurde aus diversen Kunststoffplatten zusammen geklebt, in Form gebracht und eingebaut. Das neue Deck war auch schnell eingepasst. Wie sollte wohl der Aufbau aussehen und wie groß sollte er sein? Einige kleine Zeichnungen auf dem neuen Deck brachte mir dann eine passende Idee, doch erstmal sollte das Deck mit Leisten belegt werden. Um es gleich mal vorweg zu nehmen, das Deck habe ich zwei mal neu belegt, bis es gefiel. Der Aufbau war schnell an Ort und Stelle, doch die Plicht sollte ich dreimal neu machen. Sie sollte auch komplett herausnehmbar sein, um so besser an die Ruderachse und Rudersevo zu kommen. Ach ja, das neue Rudersevo musste gleich erneuert werden, weil es nach dem ersten Ausschlag gleich den Geist aufgab. Ebenso die Segelwinde. Mittlerweile ist es die Dritte. Das Segelverstellservo für das Vorsegel und Backstagsteuerung ist von Anfang an drinnen. Ja, hatte mal so eine Idee und siehe da, es funktioniert bestens.
Das Dach habe ich ebenfalls zweimal belegt. Den Mast stellte ich auch zwei mal her. Im Mastfuß ist eine Feder eingelassen, die so alle Wanten steif hält. Hat sich bisher bestens bewährt. Nun aber mal zu den Segeln. Nicht einmal, nicht dreimal, sondern siebenmal habe ich sie bisher erneuert. Nun gefallen sie mir, oder doch nicht? Sicher sehen Segel aus richtigem Stoff noch besser aus. Mal schauen. Erstmal muss ich Nele die kleinen Macken nehmen. Erst dann gibt es richtige Segel aus feinem Oberhemdstoff.
Die unendliche Geschichten von Nele
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