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Alles was ich noch weiß, wie ich zu diesem Schiff kam, ist schnell erzählt und passt vom Text sozusagen auf einer Briefmarke.
Den Baukasten entdeckte ich in einem Modellbauladen, den es leider nicht mehr gibt. Man konnte in den Laden gehen und stöbern, oder sich einfach nur unterhalten, ohne etwas kaufen zu müssen. Klappte aber nie. Immer hat man doch noch etwas gefunden. Wie diesen Baukasten der "Forelle", so hieß das Schiffchen zumindest vorher. Von diesen Baukasten gab es zwei Stück. Ein damaliger Kolege nahm den anderen.
Alle Hölzer mussten ersetzt werden, weil sie einfach zu alt und daher sehr verzogen waren. Hatte für mich den Vorteil, das alle Spanten erheblich dünner augesägt werden konnten und das Böötchen um einiges leichter wurde.
Ich malte es aber nicht an, sondern beklebte es komplett mit Nußbaumleisten. Die Sitzbank bekam einen schönen Überzug aus Kunstleder. Das Lenkrad lag noch irgendwo herum und passte wie die Faust auf´s Auge. Den Außenbordmotor entdeckte ich auf einem Messebesuch in Dortmud. Auch er passte hervorragend zum Schiffchen.
Ein scheinbar defekter Akku eines Läptop, den ich erbte, wurde zum neuen Leben erweckt und geteilt.
12 Volt für den kleinen Motor währen doch zu viel gewesen. Diese 6 Volt mit 4500 mA reichten so für eine Woche fahren, auf der Freizeitmesse in Düsseldorf. Wir hatten damals ein Wasserbecken von 10m Durchmesser.
Ja, lang ist es her.
Leider war der Klarlack etwas zu dünn aufgetragen und mit der Zeit sind doch einige Nußbaumleisten etwas aufgequollen. Nun steht Petiete auch nur noch auf dem Schrank, und wartet auf ein Comeback.
Petite